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1758–1818

An Ida .

Gotthard Ludwig Kosegarten

Schwellen nicht Seufzer, meine süsse Ida, Deinen gewölbten Busen, wann das Frühroth Deines Gemaches weisse Wände röthet, Oder das Spätroth?

Weht es nicht dann um dich, wie Geistgeflister? Haucht es nicht warm dich an, wie Kussgelispel? Zittern nicht helle Thränen in des Auges Goldenen Wimpern?

Dieses Schauern, Geliebte, dieses Zittern, Dieses Wehen und Rauschen lass dich mahnen, Dass dein Treuer dein denkt, dass dein Verlassner Fern um dich trauert.

Ja, ich gedenk' an dich, mein süsses Mädchen, Ja, ich trauer' um dich, wann Gottes Frühroth Meine Fenster röthet, und wann die Thauflur Schimmert im Spätroth.

Ida, wann werd' ich dich wiedersehen, Wann, um den Schwanenhals dir brünstig fallend, Wann, mit des Busens Fluthen steigend, sinkend, Liebe dir wimmern?

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