Schwellen nicht Seufzer, meine süsse Ida,
Deinen gewölbten Busen, wann das Frühroth
Deines Gemaches weisse Wände röthet,
Oder das Spätroth?
Weht es nicht dann um dich, wie Geistgeflister?
Haucht es nicht warm dich an, wie Kussgelispel?
Zittern nicht helle Thränen in des Auges
Goldenen Wimpern?
Dieses Schauern, Geliebte, dieses Zittern,
Dieses Wehen und Rauschen lass dich mahnen,
Dass dein Treuer dein denkt, dass dein Verlassner
Fern um dich trauert.
Ja, ich gedenk' an dich, mein süsses Mädchen,
Ja, ich trauer' um dich, wann Gottes Frühroth
Meine Fenster röthet, und wann die Thauflur
Schimmert im Spätroth.
Ida, wann werd' ich dich wiedersehen,
Wann, um den Schwanenhals dir brünstig fallend,
Wann, mit des Busens Fluthen steigend, sinkend,
Liebe dir wimmern?