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1758–1818

An Dieselbe.

Gotthard Ludwig Kosegarten

Rosa, denkst du an mich? Innig gedenk' ich dein. Durch den grünlichen Wald schimmert das Abend- roth, Und die Wipfel der Tannen

Regt das Säuseln des Ewigen. Rosa, wärest du hier, säh' ich ins Abendroth Deine Wangen getaucht, säh' ich vom Abendhauch Deine Locken geringelt —

Edle Seele, mir wäre wohl! Lieber lehn' ich an dir, als an der Einsamkeit Trautem Busen. Mir klingt süsser der Flötenton Deiner klagenden Stimme,

Als das Säuseln im Tannenhayn. Oft umfingest du mich, meine Holdselige, Mit vertraulichem Arm, wenn ich an deiner Brust Melancholischen Frieden,

Schwärmens müde, mich rettete. Jedes leisere Weh, jedes verschwiegne Ach, Das den Busen mir presst, haucht' ich dir öfter aus, Schöpfte freyeren Odem,

Klomm' heroischer felsenan. Nie soll darum ein Freund meiner holdseligen Rosa mangeln, und nie Milderung ihrem Gram! Nie sey trostlos ihr Leiden,

Ihre Urne nie blumenleer!

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