Vereidet keiner Schule, keiner Rotte Verkauft um schnöden Hohn und feiles Lob, Gehorchend einzig dem gewalt'gen Gotte, Wagt' ich zu singen, was die Brust mir hob.
Die Katarakte schoss den Felshang nieder; Rauh klangen, herzlich doch, des Jünglings Gezündet durch das Heilige und Hohe, Entstoben Funken der verborgnen Glut;
Das Schlechte nur, das Niedrige und Rohe Verschmähte zürnend die geweihte Wuth. Ich sang die Liebe meiner Rosenjugend: Gott, die Natur, die Schönheit und die Tugend.
Doch andre Zeiten brachten andre Lehren, Ein neues Licht entblitzt der alten Nacht. Man heisst uns neue fremde Götter ehren; Was heilig war den Vätern, wird verlacht.
Euch, meines Liedes inhaltreiche Themen, Verhöhnen sie als wesenlose Schemen. „lasst einmal doch die breitgetretnen „verlockte Dichter! Thoren, die ihr seyd,
„wisst, nur Bedarf prosaischer Naturen „sind Gott, die Tugend und die Ewigkeit. „es schöpft aus reichern, aus den „der Genius, der kühn sich selbst begriffen.
„verschmähend, fremder Macht uns „frohlockend in dem heisserrungnen Licht, „thun wir Verzicht auf euer ewig Leben, „auf eure Tugend, euren Gott Verzicht.
„uns, die wir gar in eignen Feuern glühen, „rauscht der Krystallstrom ächter Poesieen.“ So schallen rechts und links der Meister Der Jünger Echo hallt sie wiehernd nach,
Und mühsam windet sich durch Moor und Der Dichtung dunkler schlammgetrübter Der über Goldsand sonst, von Cynoglossen Umduftet, ätherklar dahingeflossen.
Zum neuen Glauben, zu den neuen Mich zu bekehren, bleibe fern von mir! Was ich gesungen hab, hab' ich gesungen. Wir haben auch den Geist des Herrn, auch
wir! Seyd ewig dann, ihr Genien meiner Jugend, Mein hohes Lied:
Cookies on Poetry Cove