Ach, hier haben sie Dich bey deinen Vätern begraben, Den wir liebten, um den lange die Thräne noch fließt; Jene treuere, die aus nie vergessendem Herzen Kommt, und des Einsamen Blick spät mit Er-
Sollt um seinen entschlafenen König nicht Thränen Lange vergiessen ein Volk, dessen Wittwe nicht Ach, um einen König, von dem der Waise, des Dankes Zähren im Aug’, oft kam, lange nicht klagen sein
Aber noch wend’ ich mich weg, kann noch zu der Halle Wo des Todten Gebein neben der Todten itzt ruht, Neben Luisa, die uns des Kummers einzigen Trost gab, Die wir liebten, der auch spätere Traurigkeit rann!
O ihr älteren Todten, ihr Staub! einst Könige, früh rief Er den Enkel zu euch, der die Welten beherrscht! Ernst, in Sterbegedanken, umwandl’ ich die Gräber, Ihren Marmor, und seh Schrift wie Flammen
Andre, wie die, so die Aussengestalt der Thaten nur bildet, Unbekannt mit dem Zweck, welchen die Seele verbarg. Furchtbar schimmert die himmlische Schrift: Dort sind Wo die Krone des Lohns, keine vergängliche, strahlt!
Ernster, in tieferer Todesbetrachtung meid’ ich die Halle Stets noch, in welche dem Thron Friederichs Denn mir blutet mein Herz um Ihn! O Nacht des Als die Aussaat Gott säte, wie traurig warst du!
Aber warum wank’ ich, und säume noch stets, zu dem Hinzugehen, wo Er einst mit den Todten erwacht? Ist es nicht Gott, der Ihn in seine Gefilde gesät hat? Ach, zu des ewigen Tags dankenden Freuden gesät?
Und, o sollte noch weich deß Herz seyn, welcher so Die er liebte, verlor, Viele, die glücklicher sind? Dessen Gedanken um ihn schon viel Unsterbliche sam- Wenn er den engeren Kreis dieser Vergänglich-
Und die Hütten an Gräbern betrachtet, worinn die Träumen, bis endlich der Tod sie zu dem Leben Diese Stärke bewafne mein Herz! Doch beb’ ich im Ach! des Todten Gebein! unsers Königs Ge-
Streuet Blumen umher! Der Frühling ist wiederge- Wiedergekommen … ohn’ Ihn! … Blüthe be- Daniens schöne Sitte, die selbst dem ruhenden Land- Freudighoffend das Grab jährlich mit Blumen
Sey du festlicher jezt, und streu um des Königs Ge- Auferstehung im Sinn, Kränze des Frühlings umher! Sanftes, erheiterndes Bild von Auferstehung! Und Trübt sich im Weinen der Blick, träufelt die Thrän’
Friederich! Friederich! ach, denn dieses allein ist von Uebrig! ein Leib, der verwest, bald noch zerfall- Schweigendes Grabgewölbe, das seine Gebeine beschattet, Schauer kömmt von dir her! langsam auf Flü-
Schauer! Ich hör’ ihr Schweben. Wer seyd ihr, See- Glückliche Väter sind wir! segneten, segneten noch Friederich, als der Erde wir Erde gaben! Wir kommen Nicht von Gefilden der Schlacht! … Ferne ver-
Und ich hör’ ihr Schweben nicht mehr; allein noch Trauren um Ihn! Ach, da schläft er im Tode Den ich liebte! Wie einer der Eingebohrnen des Landes Liebt’ ich Friedrich, und da schläft er im Tode
Bester König! .... Es klagt Ihm nach der Muse Und der Weisheit! Um Ihn trauert der Lieb- Bester König! .... Der Knabe, der Greis, der Weinen, Vater! … Es weint nah und ferne
Von des Hekla Gebirge bis hin zum Strome der Weser Weinet alle dein Volk, Vater, dein glückliches Volk! Kann dir Lohn Unsterblichkeit seyn; so beginnet die Jetzt zu geben! Allein ist denn Unsterblichkeit Lohn?
Du, o Friederichs Sohn, du Sohn Louisens, erhabner Theurer Jüngling, erfüll unser Erwarten, und sey, Schöner, edler Jüngling, den alle Grazien schmücken, Auch der Tugend, sey uns, was dein Vater
Heiliger kann kein Tempel Dir, als dieser voll Gräber Deiner Väter, und nichts mehr Dir Erinnerung Daß es alles Eitelkeit ist, und Thaten der Tugend Dann nur bleiben, wenn Gott auch von dem
Ach! im Tod’ entsinkt die Erdenkrone dem Haupte, Ihr Schimmer umwölkt bald der Vergänglich- Aber es giebt auf ewig die ehrenvollere Krone Jenen entscheidenden Tag seiner Vergeltungen
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