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1800

Die Waage

Friedrich Gottlieb Klopstock

„Du zählst die Stimmen: wäge sie, willst du nicht Des Ruhms dich töricht freuen, der dir erschallt.“ Sehr mühsam ist die Wägung! „Nun so Zähle zugleich denn die Widerhalle.“

Der Blick ermüdet, der auf die Waage schaut. Wie säumts! wie viel der lastenden Zeit entschleicht, Bevor im Gleichgewicht die Schalen Schweben, und endlich der Weiser ausruht!

Und tönt der Nachhall etwa Unliebliches, Wenn er in ferner Grotte Musik beginnt, Und seine Melodie sich immer Sanfter dem Ohre verlieret? „Zähle!“

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