Trüb' ist, und bang in ihren verborgensten Tiefen die Seele,
Wenn sie fürchtet, daß Gott sie aus ihrem himmlischen Erbe
Stoßen werde. Verirrt in dem Labyrinthe der Vorsicht
Wenden sich weg von weiterem Forschen alle Gedanken;
Jede von ihren Empfindungen treffen die Flüche vom Sina,
Und vom Ebal, noch mehr des hohen Golgatha Schrecken.
Ach! nun wird sie das weiße Gewand der Sieger nicht kleiden!
Jhr die Palme der Ueberwinder im Himmel nicht werden!
Und die Krone nicht strahlen! Sie liegt zerschmettert im Staube,
Und sie würde vergehn, wenn sie Ein Gedanke nicht hielte,
Er ihr Retter nicht wär, ihr Engel vom Himmel gesendet,
Dieser große: Sich Gott in Allem zu unterwerfen!
So voll Jammers, und so von jeder Hoffnung verlassen
War der kleine Haufe der Wenigen unter den Menschen,
Die den Versöhner des Ewigen kannten, da ihn ihr Auge
Starr, und todt auf Golgatha sah, und um ihn nun alles
Oed’ und verstummt; und so war’s der von Arimathäa,
Er der Eine, daß sie nicht ganz dem Jammer erlagen.