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1724–1803

Der Messias . Siebender Gesang.

Friedrich Gottlieb Klopstock

Du, Eloa! du standst auf der Morgenröthe. Der Erde Hüter standen um ihn. Er sang in die mächtige Harfe. Siehe, so werden die Auferstehungen jauchzen! so sang er! Ewigkeit dir! komm, werde gebohren! o werde gebohren,

Bluttag! … Er wandelt am Himmel herauf! Sein Nam ist, Erbarmer. Jhn, ihn segnen die Orionen, und rufen den kleinern Sonnen umher, die Sonnen den Erden: Du Tag! du Versöhner! Theurer, schöner, blutender Tag, dich sandte die Liebe!

Harfe, töne darein! Er schaft, zu Engeln, den Staub um! Ewigkeiten der Ruh sind seiner Triumphe Gefolge! Sieh, ich hebe mein Aug auf, und seh! Ein Hügel der Erden Ist der Altar! Der Altar, er bebt vor dem kommenden Opfer!

Hätte der Auszusönende Sterne, wie Stein’ aus den Bächen, Aufgenommen, erbaut die Sterne dem Sohne zum Altar: Dennoch hätte dem kommenden Opfer der Altar gezittert! Rings um schau ich. Wie lächeln der Erde die helleren Sonnen!

Und wie schwimmt ihr leichter Gefolge die Himmel herunter! O du Ruhe, des festlichsten unter den Festen! Du Sabbat! Sabbat des Vaters und Sohns! Ich hör, ich höre, die Jubel, Tönen von allen Harfen herüber! Der Seraphim Kronen

Sinken alle! Sie ist, die Schöpfung ist Sabbat geworden! O du Gedanke, Gedanke! Jahrtausende gehn noch vorüber! Eh von fern in dein heiliges Licht der Seraph hinaufblickt. Du! Der Sohn des Vaters, er starb! … Der Ewige denkt dich!

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