Wen des Genius Blick, als er gebohren ward, Mit einweichendem Lächeln sah, Wen, als Knaben, ihr einst Smintheus Anakreons Fabelhafte Gespielinnen,
Dichtrische Tauben umflogt, und sein mäonisch Ohr Vor dem Lärme der Scholien Sanft zugirrtet, und ihm, daß er das Alterthum Ihrer faltigen Stirn nicht sah,
Eure Fittige lieht, und ihn umschattetet, Den ruft, stolz auf den Lorberkranz, Welcher vom Fluche des Volks welkt, der Eroberer In das eiserne Feld umsonst,
Wo kein mütterlich Ach bänger beym Scheidekuß, Und aus blutender Brust geseufzt, Ihren sterbenden Sohn dir, unerbittlicher Hundertarmiger Tod, entreißt!
Wenn das Schicksal ihn ja Königen zugesellt, Umgewöhnt zu dem Waffenklang, Sieht er, von richtendem Ernst schauernd, die Leich- Stumm und seelenlos ausgestreckt,
Segnet dem fliehenden Geist in die Gefilde nach, Wo kein tödtender Held mehr siegt. Ihn läßt gütiges Lob, oder Unsterblichkeit Deß, der Ehre vergeudet, kalt!
Kalt der wartende Thor, welcher bewundernsvoll Ihn großäugigten Freunden zeigt, Und der lächelnde Blick einer nur schönen Frau, Der zu dunkel die Singer ist.
Thränen nach besserem Ruhm werden Unsterblichen, Jenen alten Unsterblichen, Deren daurender Werth, wachsenden Strömen gleich, Jedes lange Jahrhundert füllt,
Ihn gesellen, und ihn jenen Belohnungen, Die der Stolze nur träumte, weihn! Ihm ist, wenn ihm das Glück, was es so selten that, Eine denkende Freundin giebt,
Jede Zähre von ihr, die ihr sein Werk entlockt, Künftiger Zähren Verkünderin!
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