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1752

An Young

Friedrich Gottlieb Klopstock

Stirb, prophetischer Greis, stirb! denn dein Palmenzweig Sprosste lang schon empor; dass sie dir rinne, steht Schon die freudige Thräne In dem Auge der Himlischen.

Du verweilst noch? und hast hoch an die Wolken hin Schon dein Denkmal gebaut! Denn die geheiligten, Ernsten, festlichen Nächte Wacht der Freigeist mit dir, und fühlts,

Dass dein tiefer Gesang drohend des Weltgerichts Prophezeyung ihm singt! fühlts, was die Weisheit will, Wenn sie von der Posaune Spricht, der Todtenerweckerin!

Stirb! du hast mich gelehrt, dass mir der Name Tod, Wie der Jubel ertönt, den ein Gerechter singt: Aber bleibe mein Lehrer, Stirb, und werde mein Genius!

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