Skip to content
1757

Arist 1 Fußnoten

Ewald Christian von Kleist

Auf einer langen Reis' Arists, war stets Die Sonn in Dunst versteckt. Oft heulte Sturm In der durchwühlten Luft, oft, wenn er schwieg, Ergoß der Wolken-Last gleich einer See

Sich über Berg und Thal. Die Seel Arists War finster, wie die Luft. Er hoft umsonst Die Sonne wiederum am Firmament Zu sehen, die daraus verschwunden schien,

Und klagt voll Ungeduld den Himmel an, Der bald die Welt verbrennt und bald ersäuft. – Schnell fuhr ein Pfeil vor ihm ins Erdreich – Thor! Um was beschwerst du dich? rief eine Stimm

Vom Himmel. Dieser Pfeil hätt dich erreicht, Wär nicht die Sehne durch den Regen schlaff Geworden. Tadle nicht, so kühn als schwach, Die Einrichtung der Welt! Was willst du doch

Mit Maulwurfs Augen durch den Himmel sehn! Den du in Stürmen hörst, und über dir In Blitz gehüllet siehst, der sorgt für dich!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.