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1636

Trauerrede Vber das Leiden ChristiFußnoten

Johann Klaj

Ich weiß ich weiß wie viel an dẽ verglastẽ Schantzen goldgüldne Sternlein tantzen. Ich weiß ein reiches Reich dem unser Reich nicht gleich.

Es hilfft mich nichts. Das nützt die Stunden überschlagen die uns das Heil getragen; Es führt uns auf die Spur der blinden Juden Vhr.

Vm Eins kömmt Gottes Sohn auß zwier-ehlosem Bette weint mit uns in die Wette legt an deß Fleisches Kleid und träget Menschenleid.

Vm Drey spielt er mit uns es hat jhm viel gestanden viel viel stieß jhm zu Handen Durst Hunger Hitze Frost am Ende Wermut kost.

Vm Sechse gieng recht an das Trauerspiel das Bluten Creutz Ketten Geisseln Ruten Speer Nägel Würfel Dorn versöhnen Gottes Zorn.

Vm Neune stirbt hilf Gott! als wie ein Dieb das Leben der Vnschuld Zeugniß geben das aufgerührte Rund der dreygeschnautzte Hund.

Es ist Nacht nemet ab von der versteinten Eiche die grosse Schäferleiche salbt sie mit Spezerey und setzt sie kostbar bey.

Ach Weh! das Aas steht feil nur zwey sind die da kauffen auß einem solchen Hauffen ich will der Dritte seyn den Kauff mit tretten ein.

Ich will das heilge Grab mit Rosmarin besetzen mit Augenregnen netzen und diß was hier gepropfft nur Zehrennaß betropfft.

Die liebe Liebe hat ein Abendmal gerahten die liebe Liebe hat ein Abendmal gebraten die liebe Liebe hat diß Abendmal erdacht daß liebe Lieb auß Lieb es esse bey der Nacht.

Die Magenleere Hungersnoht in dieser Welt mich naget der Durst der ärger als der Tod im dürren Sand mich plaget

der Hunger quälet mich zwar sehr der Durst doch tausendmal vielmehr mein Geist steht auf der Zunge. Der Erdkreiß lädet mich zu sich

zu sich auf sich zu Gaste er spricht: Komm her und setze dich iß was dir schmeckt und raste greiff an die Trachten ohne Zahl

laß dir wol seyn bey meinem Mahl ich hab dich hertzlich gerne. Es ruffet mir das Weldmeer zu auß glasegrünem Sale

es rufft es trinckt sich selbst mir zu in einer güldnen Schale das nasse Wellenschäumen fleust der Strudel Wasserberge geust

als wolt es alls erträncken. Ich mag nicht Erd ich mag nicht Flut wie sehr sie mir auch wincken mein Jesus ist mein liebstes Gut

mein Essen und mein Trincken mein Hertz mein allerliebstes Hertz sein Abseyn bringt dem Hertzen Schmertz bringt Hungern und auch Dürsten.

Mein Bräutigam erhöret diß erkennet meine Lüste er spricht: komm her komm trinck komm iß und gibt mir beide Brüste

mein Bräutigam mein Himmelszier mein Weitzenbrod mein Malvasir der mich speist der mich träncket. Erd ich mach nimmer was du hast

auf deiner Tafel stehen Meer ich mag nimmer seyn dein Gast wie schön die Fluten gehen. Mich speist mich tränckt mein Jesus Christ

auf seinem Tisch der fertig ist zu welchem ich jetzt gehe. Wach auf mein Ehr auf Seiten der scharfen Harffen-Psalterspiel

ich will mit Ruhm außbreiten deß Herren Wunder ohne Ziel sie singen wo die Frommen im Raht beysammen seyn

und wo zusammen kommen die Völcker ins gemein wer jhre Größ betrachtet so viel er soll und kan

sie Himmelhöher achtet hat eitel Lust daran. Gesetz das er gesetzet ist lauter Herrlichkeit und Zier

das Leib und Seel ergetzet sein Recht bleibt aufrecht für und für er hat sein zu gedencken ein Wundermahl gestifft

den Erdkreiß zu beschencken mit Gaben und mit Gifft er hat sein Volck gespeiset daß jhn mit Fürchten ehrt

sich gnädiglich erweiset den Bund niemal versehrt. Es muß bey düstern Zeiten der tunckelbraunen Schattennacht

das Liecht den Frommen leiten das Liecht das Nacht zum Tage macht barmhertzig seyn gern leihen bekleiden was da bloß

deß Nechsten Fehl verzeihen macht unverzagt und groß solch Thun muß fruchtbar grünen so lang die Sonne wacht

und an der Himmelbühnen Mittag und Nächte macht. Gott hat sich hoch gesetzet und schauet auf deß Vntern Noht

was nidrig wird geschätzet erhöhet er auß Staub und Koht weiß es hernach zu schützen daß es kein Fall gefährt

kan neben Fürsten sitzen im hohen Ehrenwerth den Müttern muß gelingen jhr Wünschen auß und auß

daß sie viel Kinder bringen besitzen Tisch und Hauß. Als Israel dem Lande deß Nils gegeben gute Nacht

und Jacobs Hauß vom Bande der Dienstbarkeit sich loß gemacht hat Judas gleich bekommen deß Herren Heiligthum

und Israel genommen der Herrschafft hohen Ruhm das Meer muß rückwerts dringen der Jordan nimmt die Flucht

die Berg wie Lämmer springen die Hügel wie Schafszucht. Wer hat dich heissen fliessen dich Meer dich Jordan hinter sich?

was hüpfft jhr mit den Füssen jhr Berg jhr Hügel freudiglich? Wann sich der Herr nur rühret so lebt der Erden Fuß

wird Jacobs Gott gespüret diß Gantze weichen muß es muß der Fels der Erden ein süsses Wasser seyn

zu fühlen Brunnen werden ein eisenvester Stein. Solte nicht beliebet machen freundlich seyn zun Sündern lachen

sonder Galle sonder Trug? Jhr jhr Sternen die jhr tantzet und das Leben eingepflantzet gebet unserm Klagen Fug.

War der Mund nur aufgeschlossen Honigworte häuffig flossen er gieng selbst auf Blöde loß keinem kont er nichts versagen

keinem keine Bitt abschlagen wer Verbrechen noch so groß. Pilgerfreund und selber Pilger Bettelarm doch Armuttilger

du trägst auf den Achseln zu was sich sundlich hat verfangen ohne Weg den Weg gegangen sonder Weide sonder Ruh.

Was dein Wille was dein Wesen hast du selbsten abgelesen Liechter auf den Weg gesteckt; du hast einen Glantz geführet

gleich den Spiegeln außpoliret der den Sündenwust entdeckt. Die der Sonnenbrand geschwärtzet die die Tageslast enthertzet

die vor Hitze blind und taub außgemergelt abgemattet deines Creutzes Linde schattet spielend kühlet Lindenlaub.

Dir dem Artzt gehorsam waren die verdorrten Fieberscharen es war üm ein einig Wort Krüppel lieffen ohne Krücken

konten sich zu wandern schicken lieffen ohne Steltzen fort. Auch die stockgebornen Blinden konten ohne Leiter finden

den vor niegesehnen Weg den Weg der da hat gegeben Augen Seele Leib und Leben selbsten Leben Liecht und Steg.

Ohren die gantz zugedemmet Zungen fesselvest gehemmet sind zu rechte wiederbracht ja der Taube hört den Stummen

Stumm und Tauber sich vermummen mit dem Judas bey der Nacht. Ach jhr Narren ach jhr Thoren! der den Finger in die Ohren

dir du tauber Dieb gelegt Stummer der die Zung dir rühret wird von euch hinaußgeführet Vntreu seinen Herren schlägt.

Mein Gott warüm warüm mein Gott hast du mich so verlassen ich heul in meinem Creutz und Spott Hülf ist auf keiner Gassen

ich ruffe wann die Sonne wacht kein Antwort will gefallen noch erschallen ich schweig auch nicht bey Nacht

wenn alles schweigt in allen. Gott du bist heilig für und für gantz Israel das preiset dein hohes Lob mit hoher Zier

der Väter Schar erweiset; den Vätern die im wüsten Land mit Hoffen an dir hiengen zu dir giengen

dir du in freyen Stand genädigst wollen bringen. Sie suchten deine Helferhand mit Hofnung die da schreyet

drauf hast du jhre Schmach gewandt und sie vor Schand befreyet: Ich aber bin ein Wurm vor Gott für Aengsten gar verschmachtet

nichts geachtet der Leute Hohn und Spott von männiglich verachtet. Wer mich siht lacht mich hönisch an

den Leib spottweise rüttelt zerrt sein Maul auf so weit er kan den Kopf gantz hönisch schüttelt; der ist es der sich machet groß:

er klag es seinem Herren der nicht ferren der wird jhn machen loß was jhm zuwider sperren!

Als ich noch lag in finstrer Nacht warst du mein Gott im Weibe als du mich an das Liecht gebracht auß meiner Mutter Leibe

du warst mein Gott mein Zuversicht als ich noch unerzogen Milch gesogen und meine Mutterpflicht

mit Wartung mich gepflogen. Zeug deine Hülffe ja nicht ein denn Angst ist nimmer ferren kein Helffer hilfft als du allein

hör wie die Stiere plerren schau wie der Wammenochsen Schar mit aller Krafft einspringet auf mich dringet

mit Seel- und Leibsgefahr mich untertritt und zwinget. Sie sperren jhren Rachen auf wie Löwen die da brüllen

ich truckne wie ein Wasserlauf deß Quell verseugt ohn Quillen es will Gelenck es will Gebein als wer es außgerissen

sich nicht schliessen wie Wachs vom Sonnenschein muß mein Hertz fliessig fliessen. Ich bin ein Scherbendürrer Mann

kein Krafft kein Safft sich reget die Zung am Gaumen klebet an ich werd von dir geleget von dir in schwartzen Todensand

es haben mir die Hunde biß zu Grunde durchgraben Fuß und Hand mein Leib ist eine Wunde.

Ich möchte alle mein Gebein an Fingern abezehlen sie haben aber Lust allein mit Würfelspiel mich quälen;

wann sie die Schantz (O Sünd! O Schand!) üm meine Kleider schlagen nach Behagen Loß werfen üm Gewand

das ich am Leib getragen. Tritt Helffer tritt doch näher bey was wilt du ferne gehen? mach meine Seel vom Schwerte frey

daß sie getrost mög stehen treib ab treib ab den Grimmenhund reiß mich auß Löwenschlunde zu der Stunde

daß meine Zung und Mund das Hornthier nicht verwunde Ich will die fromme Brüderschar zum Lobefest betagen

deß Herren Namen offenbar dem Samen Jacobs sagen daß er jhn ehr üm daß er frey sein Antlitz nicht verstecket

noch bedecket und zu dem Angstgeschrey sein leises Ohr gestrecket. Ich will in dieser grossen Stadt

und allen Kirchgemeinen wie meine Zung versprochen hat mit Lobedanck erscheinen wer elend ist der isst sich satt

sucht Gott und Gott erhebet friedlich lebet so lang das Sonnenrad am blauen Himmel schwebet.

Deß wird gedacht zu jeder Zeit der sich zu Gott bekehret der Heyden Volck jhn weit und breit mit Niderfallen ehret

es wird der Fetten feiste Rott zu seinem Fuß sich legen allerwegen auch der mit Kummerspott

den Lebensrest muß hegen. So lang und wo nur Menschen sind wird bleiben Gottes Samen fortan wird Kindes-Kindes Kind

verkünden seinen Namen sie werden seine Billichkeit der greisen Nachwelt sagen nach Behagen:

Gott der ertheilt Bescheid daß sich nicht zu beklagen. Auf dich Herr setz ich alle Sachen laß mich ja nicht zu Schanden machen

errette doch in dieser Zeit mein Recht durch die Gerechtigkeit. Begleite mich auf meinen Stegen und führ mich deines Namens wegen

zeuch mich du Hertzog aller Welt auß Netzen die sie mir gestellt. Neig dein Gehör zu meinen Lippen du bist mein Fels auf hohen Klippen

sey mir ein wolverwahrter Schutz der hintertreib der Feinde Trutz. Den Geist den ich jetzt überlasse in deine Vaterhände fasse

du hast mich Herr du treuer Gott erlöset auß des Creutzes Spott. Jhr Augen wolt jhr euch der Augengüsse schämen und du mein stählern Hertz sey doch nicht Stahl unn Stein

thrent Augenwinckel thrent thrent Wimpern Augenbrämen es muß im Zehrenbad mein Hertz gebadet seyn. Ich hab mein Lebtag nicht ein solches Bild gesehen ach jammervolles Bild! kranck elend matt und blaß

seht welch ein Mensch ist das! wie muß jhm seyn geschehen naß matt kranck sterbekranck vom Blute pfützenaß. Das jungferreine Lamm wird von den Stänckerböcken gejaget hin und her; das unbefleckte Schaf

ist gelblich braun und blau; die Rosen tragen Höcken der Honig trincket Gall; der ohne Schlaf wird Schlaf. Was thut das Silber nicht? hier silbert man die Hände dem eisern Kriegesknecht; der schläget Hand und Fuß

in Stock und Eisen ein; Ach Elend Ach Elende! mich wundert daß er nicht vor Schmertzen sterben muß. Er lebt er lebet nicht! Er schwebt und nicht recht schwebet der Lufftfürst in der Lufft; die Last wird jhme Last

deß Lebens Leben stirbt; Er lebet nicht er lebet! das grüne Holtz verdorrt der Farben Farbe blast. Ja wol er hat gelebt. Der Glieder Glied sich krümmet der Aufgang auß der Höh am Abend untergeht

der Augen Sternenpar im toden Meere schwimmet Ach Sohn Ach lieber Sohn sihst du wer bey dir steht? Ach leider leider Ach! Ach Ach er ist gestorben mein allerliebstes Kind; Ach weinet doch mit mir

der Tod hat mir mein Lieb und meine Lieb verdorben Ach alles weine doch üm mich und meine Zier. Der Fürhang ist zerzerret der Himmel aufgesperret.

Den solten alle Teufel fassen der sich zuerst hinabgelassen durch nasse Tufft durch Schwefelrauch sehr tief hinein in Erdenbauch.

Daß der doch alle Teufel leide der der der Berge Eingeweide durchkrochen und daselbst gesucht den Teuffels-Stahl deß Eisens Zucht.

Den solten alle Teuffel haschen der Gruben-Ertz gepocht gewaschen verflucht sey der es hat geschmeltzt und offt im Feuer ümgeweltzt.

Es solten alle Teuffel plagen den Schmidt deß Schmidte zugeschlagen das Eisen spitzig zugericht daß es ein hartes Holtz zerbricht.

Es müssen alle Teuffel holen die Nägel die der Füsse Solen durchboret und der Hände Band. Pfuy pfuy der Sünd pfuy pfuy der Schand!

Mein jhr Menschen last das Schelten last es uns ja nicht entgelten die wir tragen keine Schuld; Wie viel Schläge von dem Schlägel

haben wir wir armen Nägel sonder Schuld Ach Gott! Gedult. Biß wir wie der Leib erfroren Händ und Füsse müssen boren

man ließ uns sonst keine Ruh; Drüm jhr Menschen diesen Jammer schreibet einig nur dem Hammer nicht uns armen Nägeln zu.

Der Teuffel klammre mit der Klammer den Hammerschmidt der diesen Hammer gehämmert hat so breit und hart Ach daß jhm nicht der Arm erstarrt!

Die Würmer müssen stets zernagen das Holtz das Holtz zum Stiel getragen Ach daß doch nicht der Flammen Macht deß Hammerszeug zu nichte bracht!

Vnd was will man mich wol zeigen mich der ich gantz lebloß bin wo man mich nur hebet hin muß ich mich gewaltsam neigen

was mir widrig muß ich zwingen und mit aller Macht durchdringen. Ich gleich selbst in mir erhitzte als der Landsknecht Triebefort

den (der mich gleicht seinem Wort) schluge daß die Farbe sprützte fluchet dem der mich geführet und erst meinen Stiel berühret.

Laß Hammer uns unangetast wir hätten dich nicht dürfen schmeissen wann es der Pfleger nicht geheissen den Obern zeige diese Last

den Obern die den Stab gebrochen und solches Vrtheil außgesprochen. Mit dem Land- und Leut- verkehrer mit dem selbstgelehrten Lehrer

ist er doch zum Creutz erkohren eh er an das Liecht gebohren wie jhr selbst die Rechnung macht die jhn an das Liecht gebracht.

Mir hier viel zu kurtz geschicht ich hab jhn zwar bracht ans Liecht aus der blaugestirnten Schwelle kam zu mir in meine Zelle

Gabriel der sagte rein: Du solt Gottes Mutter seyn; Weil nun diese Post gefehlet werd ich billich loß gezehlet.

Jungfer Mutter laß das Dencken und das übermachte Kräncken das den Safft der Adern regt. Frage den deß Zürnen brennet

der zur Botschafft mich ernennet mir sein Wort in Mund gelegt. Es wird dieses Blutes Regen dir im minsten nicht auflegen

der da wohnt im Wolcken-Thron; Denen wird er es zumessen die gestellet in Vergessen Gott und Gottes liebsten Sohn.

Den Landsknecht kan ich nimmer hassen den Obern ist die Schuld erlassen der Engel trug mein Wort bald fort sie gläubt dem Wort und trug das Wort.

O Mensch dich sollt der Teuffel fassen du du hast dich hinabgelassen du Bergknap durch der Dünste Schmauch und Ertz gesucht im Erdenbauch.

Dich solten alle Teuffel haschen du Wäscher hast das Ertz gewaschen du Schmeltzer hast das Ertz geschmeltzt in Sündenfeuer ümgeweltzt.

Dich solten alle Teuffel holen du Köhler hast gebrant die Kolen du hast den Blasebalg bewegt die Flammen zu der Glut erregt.

Du Nagelschmidt du hast die Nägel du Schmidt du hast deß Hammers Schlägel geschmidt die Nägel zugespitzt du Zimmermann den Stiel geschnitzt.

Vater geh nicht ins Gericht mit uns Sündenknechten weil dein Sohn uns selbst verspricht wilt du mit uns rechten?

Wir sind Stechdorn seiner Kron seine Knötengeissel Ruten Peitschen Scorpion Hammer Nägel Meissel.

Vater halt den Donner an laß jhn ja nicht haglen schlage keinen Zimmermann die das Creutz noch naglen

wir wir sind deß Speeres Stahl der sein Hertz durchstochen worauß unsers Heiles Mahl weiß und rot gebrochen.

Rote Bäche wie Corall springen auß der Seiten reine Bäche wie Crystall silberhell sich breiten;

diß Corall und dieses Glaß allen Vnflat waschen diß Rubin- diß Perlen-Naß säubern Sünden-Aschen.

Gleichen wir gleich einem Mohr rußschwartz angefärbet waschet uns das Seiten-Thor dessen der gesterbet.

Alles Wissens Wissenschafft kan ein Christ fort missen hält er dieses Creutzes Krafft vor sein bestes Wissen.

Aller Zeug der Gottes-Sohn übel zugerichtet aller Spott und aller Hohn und was jhn vernichtet

Staupseul Besen von dem Meer Schläge Wunden Striemen Creutzbaum Isop Schwamm und Speer sind nun unser Rühmen.

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