Ja was wolt ich abhandeln? Worvon wolt ich reden? Es ist ein Gott in uns ein Geist wenn der sich reget Brent unser Geist auch an und sich wie Gott beweget.
Wie der Poet die Tafel nimt zur Hand Vnd suchet das was nirgend ist im Land Vnd findets auch der macht daß Läpperey Der Unwarheit der Warheit ähnlich sey.
Was sol uns jetzt der Streit mit Pfeilen Pfriemen Stökken Vnd der bepralte Sturm mit Thürnen und mit Bökken – – – – – wir haben in die Schlacht Den Donner selbst geholt den Blitz darein gebracht
Der Glut und Eisen speyt für dem die Mauren fallen Die Thürne Sprünge thun Gebirg und Thäler schallen Das wilde Meer erschrikt wir mischen uns zusammen Die Elemente selbst und fordern mit den Flammen
Das blaue Himmeldach so gantz bestürtzet steht Wann unsers Pulvers Macht dem Feind entgegen geht. – – – – Wie Etna wenn er streuet Die Flammen in die Lufft und siedend Hartz ausspeyet
Und durch den holen Schlund bald schwarze Wolken bläst Bald gantze Klüfften Stein und Kugeln fliegen läst. – – – Das bleiche Meer ergrimt Es fühlt den scharfen Nord der alle Sonne nimt
Vnd macht den Tag zu Nacht die trüben Wellen toben Der Wolken Vnmuht geust noch eine See von oben Hingegen diese See klimt auf und Himmel an Des schnellen Blitzes Glantz führt eine liechte Bahn
Durch das gesaltzne Meer der Donner holt zusammen Sein Schrekken Furcht und Angst und schmeltzt mit rauen Flammen Den sehr erhitzten Schaum die Luffte suchen Lufft Das Schiff steigt bald empor und fält bald in die Klufft
Der Erden die es fleucht: – – – Hört dieses Wunderspiel des Himmels Gegenhall Ein unbesintes Holtz das unsern Sinn erreget Es tönet im Gehör der Lufftvermengte Schall
Die tode Säite lebt sie bebet und beweget Durch Kunstgeübte Hand wie kan der Faden klingen: Der leere Lautenbauch füllt unsre Ohren an Den wilden Tigermuht kan dieser Finger zwingen
Ist auch ein Meisterstükk das diesem gleichen kan? Lasset uns lasset uns schauen im Garten Mindern der güldenen Tulipen Zahl Wollen wir arme noch morgen erwarten
Sind wir nicht sterblichen allezumal Auf eilet zu gehen Die Blumen entstehen Der Winter bald komt
Die Felder bereiffet Die Wiesen zerschleiffet Alte behägliche Lust uns benimt. Der hielt bey seinem Volk zuförderst an der Spitzen
Im dikken Pulverdampf Karthaunen Creutzweiß blitzen Der Kugelregen fält Stein Eisen Hagel Bley Nimt gantze Glieder weg reist Roß und Mann entzwey. Es würbeln üm und üm die Trommeln Pfeiffen Flöten
Es tönt das Trarara der Lermenden Trompeten. Der abgeführte Feind der hatte sich geschwenkt Die Truppen stunden da die Ordnung war gemengt. Ein harter Bissen Bley wird unverhofft geschikket
(O du verfluchte Hand die du hast abgedrükket Des Satans Mordpistol) das Königliche Blut Sank auf den Rasen hin im minsten nicht der Muht. Der Fall der Leibesfall hat erst sein Lob erhoben
Die Freyheit richt ihm auf bepalmte Siegesbogen. Die Welt die Teutsche Welt ererbet seinen Ruhm Sein Heer die Dapferkeit der Helden Eigenthum Kron Schweden seinen Leib. – – –
Wie standhafft auch darinn der Reinach sich gewehret Bis daß man Pferd und Hund und Katzen aufgezehret Auch ungeschlachte Häut und rohes Leder gessen Die Leut einander selbst ermordet und gefressen!
Die Matten schlepten nur für Hunger ihre Glieder Man sah sie für Gespenst und nicht für Menschen an Vnd wenn sie einen Schuß aus aller Macht gethan So fielen sie darvon samt den Musqweten nider.
Wie sahe man ihn da die freye Hand erschwingen Jetzt mit gezuktem Rohr jetzt mit entblöstem Schwert Und wo er hingewandt das Streitgewohnte Pferd Den Seinen neue Krafft den Feinden Schrekken geben:
Das blankgeführte Schwert den Geber vieler Siege Das in des Sachsen Faust den Feinde machte bang Und dann der schwartze Hengst der mit dem stoltzen Gang Und mutigem Galop anzeigte wen er trüge.
Der sichre Steuermannthat fast als ob er schlief Bis das verirte Schiff mit allen Segeln lief Auf Oelands harten Grund: Ach möchten wir nur sehen War aller unser Wort Ach wie wird uns geschehen:
Ein jeder fiel erblast auf sein Gesichte hin Ein jeder ruffte laut: Hilf Jesu wo ich bin! Das Schiff das obenher von Winden war zerrissen Ward von der Fluten Macht nun unten auch geschmissen
– – – Das Rohr sprang plötzlich ab Hier sahen wir den Tod hier sahen wir das Grab. Der Kiehl gieng morsentzwey mit Krachen und mit Schüttern Die Palnken huben an zu zittern und zu splittern
Die See brach häuffig ein das tode Schiff ertrank Das leuchte Gut floß weg das schwere das versank. Freude des Herren und Liebe der Frauen Keiner kan ohne Gelächter dich schauen
Weilen du balden die Tafel gedekt Bringest dem eigene Schüssel getragen Lächerlich ist so sie jrgend verstekt Das eivrige Suchen
Das hungrige Pochen Behägliches Springen Das freundliche Ringen. Und wie er etwan ferner schertzet.
Zu Rom wird alle Jahr ein neuer Raht erkoren Ein König und Poet die werden nur geboren. Wolt Alexander wol einschlaffen mit Vergnügen So musten Buch und Dolch zu seinen Häubten ligen.
Ey hört den Kömermann von mir so herrlich sprechen Bloßmein Getön mein Laut kunt jede Feinde brechen Die Tugend nam aus mir den Donner in die Hand Da schwang sich das Gewehr da bebten Leut und Land.
Schau den bemahlten Schild in festen Händen drönen Den Pral die Löwenstimm das Feldgeschrey das Tönen Sich wirbelt hoch hinauf bis zu der Wolken Gang Dem Römer wider mich wurd angst und Hasenbang.
Auf ihr Edlen Teutschen aufhochgeehrte greise Helden Fördert unsrer Sprachenschmuk man wird euren Ruhm vermelden Wo der grosse Karel stehet Der auf liechten Sternen gehet.
Auf ihr alten Teutschen auf auf hochgeehrte greise Helden Liebet unsrer Sprachen Zier man wird euer Lob vermelden Wo der Käiser Rudolf stehet Der auf blanken Sternen gehet.
Auf ihr grossen Helden auf folget euren Teutschen Ahnen Hier könt ihr euch einen Weg zu der Ewigkeit hinbahnen Daß man wird auf vielen Chören Nürnberg Nürnberg rühmen hören.
Liebet die lieblich vergnügende Sprach Deren Vermögen keine zugleichen Deren Bewegen andere weichen Keiner kömt ihrer Geschiklichkeit nach.
Ich hab es gewagt Am ersten zu singen Von Himmlischen Dingen Jetz hab ichs gewagt
Die Rede zu bringen Und lassen erklingen Was Teutschen behagt
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