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I.R.I.F.

Johann Klaj

Wer jener Weisen Reis' aus weit entlegnem Ort zu sehen träget Lust wie sie gen Salem fort gefolget Flügelschnell dem neuen Wunderstern der ihnen Weg und Steg bedeutet aus der Fern

der komm' und höre zu wie Klajus solches weist. Das grosse Himmelsliecht das ewig wird gepreist für dem das Sonnenrad mit seinem Glantz erbleicht besagt wie Gottes Sohn sich unserm Fleische gleicht.

Wem anzuschauen liebt das trotzig' Angesicht Herodes welcher schnaufft nach Greuelhalsgericht der auf viel tausend Weis' unschuldig Blut vergeust und den daß er nicht all in Grund zernicht verdreust;

wie manchen zarten Sohn den noch die Mutter kust' hab dieses Rasers Schwert erwürget an der Brust zerschmissen angespist geviertelt und zerstükkt: der komm' und hör es an von Klajus ausgedrükkt.

Wem zu betrachten liebt des Teutschlands Trauerfall das gleich dem Mutterhertz mit Threnen sonder Zahl betrübet ungestalt erschwartzet und verwildt schreit ob Herodis Grimm von neuem angebildt:

der komm und höre zu wie Klajus dieses sagt und mit Kunstteutschem Vers die Grausamkeit beklagt. Komt dann wann morgen frü ist Chor und Predigt aus und alles Christenvolk sich wieder fügt nach Haus.

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