Komm Nordwind komm du Sud steh auf Nim durch den Garten deinen Lauf Laß seine Wurtzeln wol durchnässen Der angeneme Himmelswest
Sich in der Hitze hören läst Wir wollen seiner nicht vergessen. Als der rohten Sonnen Wagen durchgebrochen durch die Nacht Vnd der grosse Tag der Pfingsten war der lieben Schaar gebracht
Lässet sich mit Sausen hören eines grossen Sturmes Brauß Salem zittert es erschüttert üm und an der Jünger Hauß Das bekante Zimmer gläntzet Flammen blitzen Feuer hitzt Feuer wärmet ihre Hertzen Feuer auf der Zungen sitzt
Petrus dem die lose Magd zum Verbrechen hat bethört Von dem Himmel angefrischet in sehr frembden Sprachen lehrt. Der den Meister hat verläugnet der mehr als verzagte Held Pralet als wenn er gewesen in der gantzen weiten Welt
Salem hört bestürtzet reden aller Länder Sprachen hier Mein? was sagen diese Fischer lieber steht! was hören wir Was für grosse Gottesthaten kommen doch für unser Ohr Die der Parther wol verstehet und der schwartzgebrante Mohr
Die wir durstig trinken müssen der Hirkaner blaues Meer Vnd die wir zum Feste kommen von dem lauen Tigris Heer Die wir Libien bewohnen bauen den erhitzten Sand Die Cyrene hat geschikket das berümte Pferdeland.
Dieses Werk verwirt die Völker nimmet ihre Hertzen ein Viel sind die es gar verlachen legen es auf guten Wein Diese haben sich bezechet sagen sie im süssen Must Darüm schwatzen sie so kühne darüm sind sie bey der Lust.
Der auß nichts die Welt geschaffen und auß Wasser machet Wein Sendet diese Himmelsgaben netzet Mund und Hertzen ein Wilkommen süsser West hol Athem auß dem Grunde Blaß unser Schiflein an mit voller Brust und Munde
O günstiger Nordwest wir ankern stehe auf Blaß hurtig wie du thust daß deine Beute lauf In alle Länder hin wir reisen mit Verlangen Der guten Hofnung Häubt bald frölich zu empfangen
Eilt stekt die Flaggen auf lauft eilends an den Port Man zeucht die Segel auf die Schiffe gehen fort. Komm süsse Regenbach wir haben durst geklaget Es hat uns dürre Zeit und unser Hertz geplaget
Ach treufle fort für fort du reiches Himmelnaß Ach netze Seel und Leib ach netze Laub und Graß Vorauß zur letzten Stund wann dieses schwache Leben Nun auf der Zunge steht und gute Nacht will geben
Der Vatter läst das Kind das Kind den Vatter stehn Wir liegen röcheln nur kein Mensch will zu uns gehn Verstand und Sinn ist hin der Tod stöst nach dem Hertzen Wo suchet man nun Raht in solcher Angst und Schmertzen?
Bey dir Gott heilger Geist! Du O du waarer Gott! Nim dich der Kranken an hilff uns in Sterbensnoht.
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