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1636

6.

Johann Klaj

Als das Eiß das Band der Flüsse Vberdekte Land und See Vnd das weisse Fell der Schnee Hemte beides Händ und Füsse

Sungt ihr auf der Pfeiffen Schalle Vnsrem König in dem Stalle. Als der Westwind wiederbrachte Auß dem Blumenhimmel Klee

Vnd Narzissen vor dem Schnee Da die stoltze Tulpe lachte Prieset ihr sein Siegesprachten Nach erhaltnen Freudenschlachten.

Nun die reifbegelbten Saaten Vnd der Weinstok hat verblüt Der bemühte Schnitter kniet Weil er muß im Felde braten

Tichtet ihr das grosse Prangen Wie der Fürst zum Vatter gangen. Eure Lieder sind belobet Es hat euer kluges Haubt

Nürnberg üm und üm belaubt Obgleich Neidhart blökt und tobet Werdet IHR doch Lob erwerben Euer Sterben wird nicht sterben.

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