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4. Lob der Gottes Gebärerin

Johann Klaj

Morgenroth kömt bunt gefahren Lilien gleich und Rosenblut auffgekräust mit Saftranhare schmutzelt mit rothgelber Glut;

Du bist schöner als der Wagen der den Morgen bringt getragen Schönste Maria. Kaiserlich der Sternen Kayser

fährt in güldnẽ Wapenkleid unn durchgutscht der Thire Häuser als ein Schiedesman der zeit du bist güldner als der Wagen

der den Tag bringt her getragẽ Güldne Maria. Prangend prangt in Prangewagen deß Gewitters Wöchnerin

jhre Hörner abwerts hangen mit verbuhlten Sinn und Kin Du bist Silbern als der Wagen der die Nacht bringt her getragen

Silber Maria. Schön ists wenn in schönen Reyen bey verschneiter Winternacht der gestirnte Blumen Mayen

in den blauen Auen lacht Du bist schöner anzuschauen Stern der Jungfern und der Frauen Sternlein Maria.

Sonnen Sonne dich bekleidet der gantz güldne Sonnenflor Dein Fuß tritt den Mond der weidet den beflamten Götter Chor

zwölff der Sternen dich bekräntzen die auff deiner Crone gläntzen Krone Maria. Moses-hecke die da glüet

sonder Kolen sonder Glut Aarons-Ruhte die da blüet träget Mandeln sonder Flut Engelspeise her geflossen

Gartenbrunnen zugeschlossen heilge Maria. Marmor Tempel ohne Hammer durch die Wolcken auffgeführt

Thor ohn Schloß und ohne Klammer Vest verriegelt unberührt Jacobsleiter Regenssegen Bundeslade Thauesregen

Wundre Maria. Dich der Jungfer Zierd und Ehre Aller Weiber Kron vnd Glantz Lieben alle Engel Chöre

Es sing aller Jungfern Krantz: Nichts kan schöners auff der Erden weit und breit gefunden werden: Als die Maria.

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