Der welcher vom teutschen Geblüte hergrünet
Vnd rühmlich sich eigener Sprache bedienet
Feyret die Grichin und Römerin nicht
Weil ihm kein Zieraht in seiner gebricht.
Womit die Pelasgen und Römer stoltzieret
Hat Teutschland außbündig und kündig gespüret
Was den beliebten Camenen beliebt
Was nur bepalmet und Lorbeerlaub giebt.
So kämpfet jhr Sprachen üm löbliches Siegen
Erkühnet euch sämtlich als Ritter zu Kriegen
Febus wird richten und geben den Preiß:
Teutscher du jagest sie alle vom Kreiß.
Ihr aber erschwinget der Sinnen Geflügel
Herr Claj postieret mit flüchtigem Zügel
Himmelan höret die obere Lufft
Euch schon als einen Poëten zurufft.