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1901

O Glück! O Schmerz!

Klabund

O Glück, so in den Tag hineinzusprühn, Ich lasse mich bald hier- bald dorthin glühn Von einem Mädchenblick, von einer Hand, Die, weiß nicht wie, die meine fand

Und mich nun einen Augenblick umspannt, Vielleicht auch zwei, vielleicht auch eine Nacht... O Schmerz, wenn schmerzlich dann die Früh erwacht! Das Zimmer ist so blaß, die Luft so kalt,

Das Herz so müde – und das Weib so alt. Und jene Hand, die Licht in Nacht geblößt, Hängt steif am Bettrand, irgendleidbeschwert, Ist nur gefaßt noch, nicht begehrt,

Hat mutlos sich und stumm und wie ein weißer Traum von uns gelöst.

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