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1906

Ballade vom Wort

Klabund

Was wollen die grossen Worte? Sie rollen wie ein Kiesel klein Am Weg, an der Strassenborte In den Morgen ein.

Sie hängen an manchem Baume Wie Früchte halbgereift. Sie haben von manchem Traume Den zarten Puder gestreift.

Sie schmecken wie Galle so bitter. So spei sie aus dem Spiel! Sie sitzen im Fleisch wie Splitter. Ein Wort ist schon zuviel.

Ein Wort schon ist Mord schon am Himmel. So schweige und neig dich zum Herd. Stumm lenkt durch das Sternengewimmel Der Herr sein ewiges Gefährt.

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