Herz! gedenkst du noch der Stelle,
Wo einst unser Frühling war,
Deines
Der verlassenen Kapelle,
Jenes Himmels wunderklar?
Ach! es war ein kurzes Träumen,
Schmerz der Trennung lange Jahr!
Herz vom Herzen weggerissen,
Wandelnd in der Fremde bang,
Ward dein
Meiner in den Finsternissen,
Meine Liebe, mein Gesang,
So der Welt ward keins zum Raube,
Bis ich gänzlich dich errang.
Jezt, was kaum ich sah in Träumen,
Bildete sich wirklich aus:
An dem Berg der Frauentreue
Stehet unter grünen Bäumen
Freundlich unser kleines Haus
Und geliebter Kinder dreye
Hüpfen fröhlich ein und aus.
Und dahin sind Schmerz und Sehnen,
Die in mir das Lied erregt,
Auch das scherzende, — entsprungen
Ist auch diß nur stillen Thränen,
Nur dem Gram, der mich bewegt.
Herz! — und ich hab' ausgesungen,
Weil du allen Schmerz gelegt.