Was duftet von des Berges Haupt
So tief ins Thal hinab?
Die Rebe ist's, die neubelaubt
Sich blühend hebt am Stab.
Was regt sich in des Hauses Grund
In den Gewölben tief?
Der Wein ist's, der in Fasses Rund
Schon längst gebunden schlief.
Die Blüthe hat ihn aufgeregt,
Der Duft im Heimatland,
Daß er von Sehnsucht tiefbewegt
Will sprengen jezt sein Band.
Zwingherren, Freunde! sind wir nicht,
Bringt die Pokale her!
Und laßt den Armen jezt an's Licht,
Wie er es wünscht so sehr.
Hebt singend auf zu Berges Höh'
Den schäumenden Pokal:
Befreyter! deine Heimat seh'
Im Duft und Sonnenstrahl!
Seht, wie mit tausend Augen er
Die Heimat schaut entzückt,
Aus der die Rebe blüthenschwer
Ihm in die Augen blickt!
Er braust, er singt: „willkommen du,
„o Heimat voller Licht!
„und jezt, ihr Lieben! trinkt nur zu!
„ich bin der Lezte nicht!“
Du edler Saft! du dringst mit Macht
Uns in das Herz hinein!
Wohlan! stoßt an! du sollst gebracht,
Der theuren Heimat seyn!
Und dem, der irrt am fremden Strand,
Und dem in Kerkersnoth,
Daß ihm erschein' sein Heimatland,
Wie dir noch vor dem Tod.