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1786–1862

Lust der Sturmnacht .

Justinus Kerner

Wann durch Berg und Thale draußen Regen schauert, Stürme brausen, Schild und Fenster hell erklirren Und in Nacht die Wandrer irren.

Ruht es sich so süß hier innen, Aufgelöst in sel'ges Minnen, Blau und Gold, all' Himmelsschimmer, Flieht herein in's stille Zimmer.

Reiches Leben! hab' Erbarmen! Halt mich fest in linden Armen! Lenzesblumen aufwärts dringen, Wölklein ziehen, Vögel singen.

Ende wie du Sturmnacht wilde! Klirrt ihr Fenster! schwankt ihr Schilde! Bäumt euch, Wälder! braus', o Welle! Mich umfängt des Himmels Helle.

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