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1824

Laß nicht Jugend! Laß nicht Liebe!

Justinus Kerner

Steht der Himmel schwarz umzogen, Daß man ihn muß traurend wähnen, Wandeln sich zum farb'gen Bogen Schnell oft alle seine Tränen.

Mitten unter Donnerwettern Hört' ich schon aus voller Kehle Freudig eine Lerche schmettern, Flöten eine Philomele.

Wird dir Erd' und Himmel trübe, Beugt dich Gram und Alter nieder, Laß nicht Jugend, laß nicht Liebe, Laß nicht den Gesang der Lieder!

Treu, im immerwarmen Busen Eine innre Farbenquelle, Wahr' den Born, mit dem die Musen Dir ersetzen Tageshelle.

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