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1786–1862

Im Walde .

Justinus Kerner

Tief durch den Wald Gesang erschallt, Die leichten Vöglein scherzen, Der Mensch allein, der trägt die Pein Recht tief im kranken Herzen.

Leicht hüpft der Bach den Blumen nach, Ihm ist so kühl und helle, Durch's Menschenherz, da schleicht mit Schmerz Des heißen Blutes Welle.

Gesang verhallt, Sturm wiegt den Wald In dumpfen Melodieen; Einsam die Bahn muß Wandersmann Mit düstrer Wolke ziehen.

Rinn' nieder, Thau! aus Wolken grau, Dich saugt die Blum' in Liebe! Thrän'! bleib zurück im Menschenblick, Machst Blumen welk und trübe!

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