Skip to content
1824

Gespräch

Justinus Kerner

Widrig ist mir fürwahr, was schön tönt, ohne zu nützen. Triebe des Hirten Gesang nur eine Mühle des Tals! Widrig ist mir fürwahr der Wind, den die Orgel vergeudet, Wenn aus der Pfeife gejagt, er nicht Getreide noch stäubt.

Widrig ist mir fürwahr der Abendglocken Geläute, Treibt es nicht drohend Gewölk' über dem Acker mir weg. Widrig ist mir fürwahr jedwedes Bildnis von Marmor, Spendet nicht Wasser sein Mund, trägt es nicht stützend ein Haus.

Immer am widrigsten bleibt der Schein des Monds und der Sterne. Nicht ein Körnlein, bei Gott! weckt ihr unpraktischer Strahl.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Gespräch · Justinus Kerner · Poetry Cove