Wann die Lämmer wieder springen,
Lerchen jubeln, Rosen glühn,
Muß das kränkste Herze singen
Und im Welken noch erblühn.
Wer in bangen Lebensschmerzen
Einsam jezt die Straße geht,
Singet selbst aus düstrem Herzen
Wie ein Lied aus Wolken weht.
Wer verbannt, das Aug' in Thränen,
Jezt im fremden Lande zieht,
Durch bethaute Blumen tönen,
Läßt der seiner Heimath Lied.
Flüsse, Saaten, tönend wallen; —
Aus dem fernsten Himmel blau
Weht ein Singen, lieblich Schallen,
Ueber Wald und helle Au.
Alter Gram! jezt zeuch von hinnen,
Fülle nicht dieß Herze bang,
Ströme ein von Himmelszinnen
Morgenroth und Lustgesang!