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1824

An Peter Brukmann 1 Fußnoten

Justinus Kerner

Silbertöne hört' ich klingen, Noch vom Schlafe nicht erwacht, Sah, wie Mondlicht, durch die Nacht Zarte Lichtgestalten dringen.

Und ein Knäblein sah ich liegen In dem reinsten Silberschein, Jüngst geboren mocht' es sein, Künstlergeist in allen Zügen.

Hell umschwebt von Lichtgestalten War das wunderreiche Kind, Eine Muse nahm es lind, In den Himmel es zu halten.

Und der Himmel, feuersprühend, Wandelte sein Silber, Gold, Flugs in Bilder reich und hold Und in Blumen lichterglühend.

Hebend in die Wunderklarheit Küßt' die Mus' das Kind und spricht: „Sei geweiht dem Feu'r und Licht! Deine Kunst sei Treu' und Wahrheit.“

Nach der Welt verschiednen Enden Strömten Blumen, Bilder klar, Helden, treu gestellet dar, Glänzten hell an Brust und Händen.

Aber als ich tief verloren Noch in all die Klarheit lag, Brach herein der laute Tag, Und mein Traumbild ging verloren;

Und mein Traumbild ging verloren! Aber immer ist es mir, Als sei heut – ich sag's nur dir, – Jener Tag, der dich geboren.

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