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1786–1862

An Ludwig Uhland .

Justinus Kerner

Treibt auch für jezt der Menschen Treiben Mich dahin und dich dort hinaus, Muß ich doch immer bey dir bleiben, Ist ja dein Herz schon lang mein Haus.

So kommt es, daß in jeden Nächten Ich jezt in Träumen bin bey dir, Nicht über Rechte wir da rechten, Von Lenz und Liedern sprechen wir.

Da liegt kein Rechtsbuch aufgeschlagen, Kein Zeitungsblatt auf deinem Tisch, Doch Heldenspiele, bunte Sagen, Und deine Lieder hold und frisch.

Und hell dein Buch von Freundestreue Dein Ernst, den keine Zeit verweht, Da wird mir alles wieder neue, Bis daß der schöne Traum vergeht.

Treibt dann der Menschen Treiben wieder Mich dahin und dich dort hinaus, So rufen fern mir deine Lieder: Nur

Und wie so oft in Sommertagen Die Rebe wieder Blüthen trägt, Derselbe Wein, den sie getragen, Sehnsüchtig sich im Fasse regt.

So regt, so oft als deinem Herzen Neu des Gesanges Blum' erblüht, Es sich in mir mit Lust und Schmerzen: So hat dein

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