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1824

An Gangloffs Geist 1 Fußnoten

Justinus Kerner

Hier in diesen üpp'gen Feldern, Rebenbergen, dunklen Wäldern, Um das Mal der Frauentreu', Wo du gingst in stillem Sinnen, –

Brennt es mich im Busen innen, Werden alte Wunden neu. Berg und Tale hör' ich fragen: Hat er nicht auch dich getragen

Einst im Herzen liebewarm? Kam er mit dir? – weh! und schauen Muß ich deiner Jugend Auen Dann durch Tränen voll von Harm.

Aber die dein Geist erdachte, Deine Hand ins Leben brachte In dem weinbekränzten Tal, Jene Bilder alter Zeiten

Seh' ich oft vorübergleiten, Geistern gleich im Mondenstrahl. Deine Helden, deine Frauen Gehn mit mir durch diese Auen

Noch im späten Abendrot, Flüstern: ist auch er verschwunden, Was sein Geist, sein Herz erfunden, Raubt der Freundesbrust kein Tod.

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