Hier in diesen üpp'gen Feldern,
Rebenbergen, wolk'gen Wäldern,
Um das Maal der Frauentreu',
Wo du giengst in stillem Sinnen, —
Brennt es mich im Busen innen,
Werden alte Wunden neu.
Berg und Thale hör' ich fragen:
Hat er nicht auch dich getragen
Einst im Herzen liebewarm?
Kam er mit dir? — weh! und schauen
Muß ich deiner Tugend Auen,
Dann durch Thränen voll von Harm.
Aber die dein Geist erdachte,
Deine Hand in's Leben brachte
In dem Wein-bekränzten Thal,
Jene Bilder alter Zeiten
Seh' ich oft vorüber gleiten
Geistern gleich im Mondenstrahl.
Deine Helden, deine Frauen
Geh'n mit mir durch diese Auen
Noch im späten Abendroth.
Flüstern: ist auch
Was sein Geist, sein Herz erfunden
Raubt der Freundes-Brust kein Tod.