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1824

An Amalia

Justinus Kerner

Wie, wer an Himmelshöhen Aus Wolken schnell den Mond erblickt, So hab' ich dich gesehen Und stand in deinem Licht entzückt.

Bald warst du weggeschwunden, Es kamen wieder Wolken dicht, Ich stand, ein Herz voll Wunden, Ein Wandrer nächtlich ohne Licht.

Doch bist du mir geblieben Recht wie ein lieber, lichter Traum. Es träumt vom Lenz dort drüben Am kalten Bach ein welker Baum.

So mögen denn dich grüßen Die Quellen, die aus meinem Tal Nach deinem Meere fließen, Viel tausend, tausend, tausend Mal!

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