Blick aus deinem Fenster, Liebe!
Schaue über die blauen Berge:
Denn dort will ich an den Himmel
Dir ein licht' Gemälde malen.
Steigen aus der Näh' und Ferne
Hohe Berge an den Himmel,
Stürzen helle, kühle Quellen
In ein blumigt, grünes Thal.
Stüzt der Wanderer im Thale
Auf den Stab sich, einzuathmen
Jugend, Freiheit, Liebe, Kraft.
Steht gelehnt an einen Felsen,
Unter Laub und Rebenblüthe
Dort ein kleines Haus verborgen,
Steh' ich vor dem kleinen Haus.
Kommt vom Bache, Kräuter tragend,
Dort ein liebes, junges Wesen,
Bist du es — die Meine längst.
Ist kein Lauscher mehr zu fürchten,
Drück' ich dich, du süßes Wesen!
An ein treues Herz voll Liebe,
Offen vor des Himmels Aug'.
Aber weh! o wehe Mädchen!
Siehst du dort nicht jenen Raben?
Aechzend fliegt er durch den Himmel,
Und verlöscht mit schwarzem Fittig
Mein Gemälde, weh! o weh!