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1786–1862

3.

Justinus Kerner

Die Glocken haben ausgeklungen, Die schwarzen Kleider zog man aus, Und Blum' und Blüthe ist gedrungen Glanzreich an's Licht aus dunklem Haus.

Mag noch so bunt die Aue prangen, Steht paradiesisch Feld und Hain, Der Schmerz, daß Sie von uns gegangen, Der dringt in's Herz durch Blüthen ein.

Doch ist's, als käm von Der Blüthenhimmel reich und klar, Wie Die Heilige im Leidensjahr.

Doch ist's, als flöß, was noch von Segen Des Himmels fühlt dieß arme Land: Mondlicht und Sonnenschein und Regen Herab aus

Was Menschen thun kann nimmer frommen, Uns retten Gottes Engel nur; Nie wird ein Hungerjahr mehr kommen, — Sie schwebt ein Schutzgeist ob der Flur.

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