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1868

EinstAn meine Mutter

Friederike Kempner

Komm, Geliebte meiner Seele, Komm und still' die Sehnsucht mir, Meinen Schmerz ich nicht verhehle, Wenn Du, ach, so fern von hier!

Dieses Hoffen, dieses Bangen, Diese ew'ge Qual und Lust, Dieses mächtige Verlangen, Dieses Klopfen meiner Brust.

Doch es ist kein leeres Sehnen, Ja, Du kehrst, Du kehrst zurück, Schaust in meine Freudentränen, Mit dem schönen, lieben Blick!

Wirst schon nie mehr von mir weichen, Wirst schon niemals fort von mir, Ach, es giebt nicht Deines Gleichen, Mir ist doch nur wohl bei Dir!

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