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1847

Nach dem Sonderbundskriege

Gottfried Keller

In tiefer Scham erglühen meine Wangen, Da ich mit dieser Reime leerem Beten Vor mein lebendig-kräft'ges Volk will treten, Das eben kommt von Tat und Sieg gegangen!

Des Tambours Schlegel, die im Wirbel sprangen, Der rauhste Tagruf gellender Trompeten: Sie gelten jetzo mehr, o ihr Propheten! Als alles, was wir stolz und eitel sangen.

Der letzte schlichte Wächter vor dem Heere, Der, Glut und Kraft im Herzen, hat getragen In kalter Sternennacht die blanke Wehre, Und jeder, der nur einen Streich geschlagen,

Ist nun ein König von lebend'ger Ehre! – Was soll da unser Singen noch und Sagen?

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