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1854

Die Aufgeregten

Gottfried Keller

Welche tief bewegten Lebensläufchen, Welche Leidenschaft, welch wilder Schmerz! Eine Bachwelle und ein Sandhäufchen Brachen gegenseitig sich das Herz!

Eine Biene summte hohl und stieß Ihren Stachel in ein Rosendüftchen, Und ein holder Schmetterling zerriß Den azurnen Frack im Sturm der Mailüftchen!

In ein Tröpflein Tau am Butterblümchen Stürzt' sich eine kleine Käferfrau, Und die Blume schloß ihr Heiligtümchen Sterbend über dem verspritzten Tau!

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Die Aufgeregten · Gottfried Keller · Poetry Cove