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1854

Auf die Motten

Gottfried Keller

„Wo ist ein Volk, so frei von allen Plagen, Die andrer Völker traurig Erbteil sind, Ein glücklicher nutznießrisch Heldenkind Als unser Schweizervölklein zu erfragen?

Und doch, wie fiebernd seine Pulse schlagen! Für seiner Freiheit Überfülle blind, Hascht übermütig es nach leerem Wind! Wann enden seine undankbaren Klagen?“

So sprechen jene flink gelenken Motten, Die so gemütlich in dem Rauchwerk nisten, Dem warmen, köstlichen, und es zernagen. „Nur eben euch gilt es noch auszurotten

(So sprechen wir, die radikalen Christen), Mit lindem Klopfen aus dem Pelz zu jagen!“

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