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1854

6. Tretet ein, hoher Krieger

Gottfried Keller

Tretet ein, hoher Krieger, Der sein Herz mir ergab! Legt den purpurnen Mantel Und die Goldsporen ab!

Spannt das Roß in den Pflug, Meinem Vater zum Gruß! Die Schabrack mit dem Wappen Gibt 'nen Teppich meinem Fuß!

Euer Schwertgriff muß lassen Für mich Gold und Stein, Und die blitzende Klinge Wird ein Schüreisen sein.

Und die schneeweiße Feder Auf dem blutroten Hut Ist zu 'nem kühlenden Wedel In der Sommerzeit gut.

Und der Marschalk muß lernen, Wie man Weizenbrot backt, Wie man Wurst und Gefüllsel Um die Weihnachtszeit hackt!

Nun befehlt Eure Seele Dem heiligen Christ! Euer Leib ist verkauft, Wo kein Erlösen mehr ist!

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