Skip to content
1849

4

Gottfried Keller

Siehst du den Stern im fernsten Blau, Der zitternd fast erbleicht? Sein Licht braucht eine Ewigkeit, Bis es dein Aug erreicht!

Vielleicht vor tausend Jahren schon Zu Asche stob der Stern, Und doch sehn seinen lieblichen Schein Wir dort noch still und fern.

Dem Wesen solchen Scheines gleicht, Der ist und doch nicht ist, O Lieb, dein anmutvolles Sein, Wenn du gestorben bist!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
4 · Gottfried Keller · Poetry Cove