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1844

2. Waldstätte

Gottfried Keller

Es sind vier Länder gelegen Um einen urtiefen See, Die mir das Herze bewegen Mit noch viel tieferem Weh!

Sie sind der Stolz gewesen, Die Zierde vom Schweizerland; Nun kehrt man kaum mit Besen Hinaus die blutige Schand!

Sie nähren sich noch zur Stunde Vom alten Ruhme mit List, Der doch auf der Wasser Grunde Schon lange versunken ist!

Noch leuchtet in der Sonnen Der Berge silberner Dom – Die Täler hat übersponnen Die alte Spinne von Rom!

Da liegen sie, wie vier Leichen, Von Alpenrosen umblüht, Und über die Todesbleichen Hohnlachend der Böse zieht.

Wer hebt mir die Edelsteine, Die vier, aus dem Schlamm und Sand? Wer setzt sie mit neuem Scheine In die Krone dem Vaterland?

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