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1854

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Gottfried Keller

Auf seinem Bette liegt Galet, Weglachend seines Todes Weh. Er schickt Panard den Morgengruß, Sechs frische Lieder zum Genuß.

„Erst wollt ich reimen, liebes Kind! So viele, als Apostel sind; Doch hab ich's nur auf sechs gebracht, Weil schon der Totengräber wacht,

Der Totengräber vor der Tür Mit seinen Burschen lauscht herfür. Der hackt, wie Blumen, kunterbunt Die andern sechse in den Grund,

Daß zwischen Scholl und Totenbein Sehn sie vergehn die Schwesterlein. Doch die sind lieblich, meiner Treu! Der letzte Reim ist süß und neu,

So voll und rein, wie Rhein und Wein – Leb wohl! mich dünkt, nun muß es sein!“

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