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1854

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Gottfried Keller

Ich kenne dich, o Unglück, ganz und gar Und sehe jedes Glied an deiner Kette! Du bist vernünftig, zum Bewundern klar, Als ob ein Denker dich geordnet hätte!

Nicht mehr noch weniger hat mir gebührt, Mir ist gerecht die Schale zugemessen; Und dennoch hab ich bittrer sie verspürt, Als niemals ich getrunken noch gegessen.

Jetzt aber bring ich leichter sie zum Mund, Als einst die müde Seele noch wird wissen; Der quellenklare Perltrank ist gesund, Ich lieb ihn drum mit dürstendem Gewissen!

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