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1844

16Goethe

Gottfried Keller

„Nur Anmut! Ordnung!“ tönt es immerdar! Wer spricht von Ordnung, wo die Berge wanken? Wer spricht von Anmut, während die Gedanken Noch schutzlos irren mit zerrauftem Haar?

Noch kämpfen wir, durchringend Jahr um Jahr! Noch tut uns not ein scharf und unschön Zanken, Und durch des Zeitenwaldes wirre Ranken Glänzt noch der Zukunft Au nicht gar zu klar!

Und Goethe ist ein Kleinod, das im Kriege Man scheu begräbt im untersten Gewölbe, Es bergend vor der rohen Feindeshand. Doch wenn der Feind verjagt, nach heißem Siege

Holt man mit Jubelsang herauf dasselbe Und läßt es strahlen von des Altars Rand.

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