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1854

1

Gottfried Keller

Hell im Silberlichte flimmernd Zieht und singt des Baches Welle, Goldengrün und tiefblau schimmernd Küßt sie flüchtig die Libelle;

Und ein drittes kommt dazu, Eine Blüte hergeschwommen: Alle haben drauf im Nu Heitern Abschied schon genommen.

Und die Esche beugt sich drüber, Schaut in Ruh das holde Treiben, Denkt: Ihr Lieben, zieht vorüber, Ich will grünen hier und bleiben!

Und ich unterm Eschenbaum: Was soll denn mit mir geschehen In dem reizend leichten Traum? Soll ich bleiben? Soll ich gehen?

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