Skip to content
1722–1791

N.A.

Anna Louisa Karsch

Herrscherin des großen Wasserreiches! Tausend Schiffe bringen Edelstein, Gold und Perlen, nur keins lud ein gleiches Unschätzbares Kleinod ein.

Friedrich Wilhelms allererste Blume Seiner Liebe süßes erstes Pfand, Bringt Dein York zum Ewigeigenthume An der holden Liebe Band.

Zart gebaut, und schön, und geistbeflammet, Siehest du mit feinem Kennerblick, Wer Sie ist, von wem Sie abgestammet: Sie wird zweier Staaten Glück!

Dieser Bund, mit Ihrem York geschlossen, Knüpft den Brennus- und den Brittenthron So zusammen, daß ihm die Genossen Lucifers vergebens drohn.

Wer beschreibt die Wonne der betagten Wittwe Braunschweigs, deren Muttergram Oft die Engel Gottes mit beklagten, Wenn er Kind auf Kind ihr nahm?

Wer vermag die Freude ganz zu sagen Deines alten Feldherrn Ferdinands, Den Bourbon zu Boden wollte schlagen, Und Er schlugs und überwands.

Und wer hats ermessen und erwogen, Was der Königinnen Frömmste Welche hier die Blume hat erzogen, Die den höchsten Preiß erhielt?

Wie vermag ich’s selbst zu offenbaren, Was mein altes mattes Herz belebt, Welches jezt vor dreißig goldnen Jahren Um Charlottens*) Schiff geschwebt?

Also wird’s auf Lieb’- und Ehrfurchtschwingen Schweben um das sanfte Seegelwehn Dieses Schiffs, das nicht mehr wiederhringen Mir dies Kleinod wird zum sehn.

Hier, Die Sängerin die ist nicht mehr —

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
N.A. · Anna Louisa Karsch · Poetry Cove