Herrscherin des großen Wasserreiches!
Tausend Schiffe bringen Edelstein,
Gold und Perlen, nur keins lud ein gleiches
Unschätzbares Kleinod ein.
Friedrich Wilhelms allererste Blume
Seiner Liebe süßes erstes Pfand,
Bringt Dein York zum Ewigeigenthume
An der holden Liebe Band.
Zart gebaut, und schön, und geistbeflammet,
Siehest du mit feinem Kennerblick,
Wer Sie ist, von wem Sie abgestammet:
Sie wird zweier Staaten Glück!
Dieser Bund, mit Ihrem York geschlossen,
Knüpft den Brennus- und den Brittenthron
So zusammen, daß ihm die Genossen
Lucifers vergebens drohn.
Wer beschreibt die Wonne der betagten
Wittwe Braunschweigs, deren Muttergram
Oft die Engel Gottes mit beklagten,
Wenn er Kind auf Kind ihr nahm?
Wer vermag die Freude ganz zu sagen
Deines alten Feldherrn Ferdinands,
Den Bourbon zu Boden wollte schlagen,
Und Er schlugs und überwands.
Und wer hats ermessen und erwogen,
Was der Königinnen Frömmste
Welche hier die Blume hat erzogen,
Die den höchsten Preiß erhielt?
Wie vermag ich’s selbst zu offenbaren,
Was mein altes mattes Herz belebt,
Welches jezt vor dreißig goldnen Jahren
Um Charlottens*) Schiff geschwebt?
Also wird’s auf Lieb’- und Ehrfurchtschwingen
Schweben um das sanfte Seegelwehn
Dieses Schiffs, das nicht mehr wiederhringen
Mir dies Kleinod wird zum sehn.
Hier,
Die Sängerin die ist nicht mehr —