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1722–1791

An Herrn D. K.

Anna Louisa Karsch

Versichre doch den Stahl, den Sohn des Hip- pokrat’s, Der Achtung, die ich für ihn habe; Dem fürchterlichen Tod, dem grauerlichen Grabe

Entging durch Wirkung seines Raths Schon eine Menge, die noch lebet, Und ob mein Herz nicht vor dem Tode bebet, So sprech ich doch, sollt er einmal

Mir ohngefähr von Mitkunft sagen: Wart, unverschämter Tod! ich muß noch erst den Stahl Von wegen dieser Sache fragen; Und hätte nicht der Tod Befehl von Oben her,

So ging er bläßer fort, als er gekommen wär.

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