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1777

Bey Uebersendung einiger Blumenstöcke im März

Johann Georg Jacobi

Eine Göttin sollt ihr zieren. Eilt, ihr Blumen, sagt Themiren, Daß ich zärtlich euch geliebt, Daß ich mühsam euch erzogen;

Und dann seht, ob sie gewogen Einen holden Blick euch giebt. Myrthen schmücken die Altäre Der allwaltenden Cythere;

Aber glücklicher seyd ihr! Wenn Themire selbst euch pfleget, Euch an ihrem Busen heget, Dann, ihr Blumen, danket mir.

Seht nur: junge Liebesgötter Färben eure zarten Blätter, Eh' der Lenz euch angeblickt. Euer Schmuck wird einst verderben,

Aber schön ist es, zu sterben, Von Themirens Hand gepflückt. Wenn die Göttin euch bedauert, Um die kleine Leiche trauert,

Euch umsonst ins Leben ruft: O wer wird euch nicht beneiden, O wer stürbe nicht mit Freuden, Klagte sie bey seiner Gruft!

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