Und lauter Gräber um dich sehn,
Und zwischen Knochenhäusern gehn,
Einher auf Leichensteinen kriechen,
Und ihre Todtendüfte riechen.
Es möchten sich zu dir Gespenster wagen,
Den Kopf in blassen Händen tragen,
Und fürchterlich, im Mondenschein,
Mit ihrer stumpfen Stimme schreyn.
Es möchten Teufelchen, in schwarzgemahlten Kappen,
Um dich herum die Zähne klappen;
Du sähst, auf raschen Fledermäusen,
Sie prächtig durch die Lüfte reisen:
Du sähest Hexenmeister, Hexen,
Im Phaeton, bespannt mit Sechsen,
Den Donnerwolken sich befehlen,
Zum Kutscher einen Kobolt wählen,
Und Feuermänner, als Heyducken,
Aus großen Flammenaugen gucken;
Und endlich nickten dir, zur angenehmen Ruh,
Die halb entschlafnen Eulen zu.
Du sollst in Rosenlauben gehen,
Und lachende Gefilde sehen,
Und dich, im stillen Mondenschein,
Den Grazien zur Schwester weihn;
Und nur vom Spiel der Amoretten träumen,
Die, unter ihren Mirthenbäumen,
Sich goldne Schmetterlinge zäumen,
Dann über schöne Wiesen reiten,
Um Schäferinnen zu begleiten;
Dann, in Violen und Narcissen,
Verwandelte Najaden küssen.
Du sollst in ihrem Lieblingshain,
Der losen Knaben Zeuge seyn,
Wenn sie, zum Scherze, sich verkappen,
Ein armes Mädchen zu ertappen,
Das auf der Weide Blumen pflückt,
Und voller Unschuld sie an seinen Busen drückt.