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1680–1721

S ie befahl ihm zu sterben.

Christian Friedrich Hunold

So soll ich denn mein Kind in dieser Glut verbrennen Die deiner Augen-Blitz in meiner Brust erregt? Wohl denn ich bin bereit in meinen Tod zu rennen Weil mir dein schönster Mund es selbsten aufferlegt.

Ja ja ich sterbe gern in diesen holden Flammen Weil sie vom Himmel nur und meiner Göttin stammen. Laß mich im Sterben doch nur deine Gnad' erlangen Und stelle dich zur Grufft mit einen Seufftzer ein

So will ich meinen Tod mit höchster Lust umfangen Und auch im Grabe dir annoch verbunden seyn Es soll mein reiner Geist stets um den deinen schweben Und so werd' ich im Sarg erst recht vergöttert leben.

Nun schönste fahre wohl mein Geist will schon entweichen Es lodert Seel' und Leib und steht in voller Glut Des Aetna Feuer ist der Brunst nicht zu vergleichen Denn was der Blitz gerührt lescht nichts als Milch und Blut.

Doch soll ein Phönix einst aus meiner Asche lauffen So gib mir deinen Schooß zu meinen Scheiterhauffen.

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