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1680–1721

E r ist in das G lück verliebt.

Christian Friedrich Hunold

So soll ich mich niemahls vergnüget wissen? Beliebtes Glück was fliehst du denn von mir? Was läst du mich nur in Gedancken küssen Mein Geist ümarmt den Schatten nur von dir.

Ach gönne mir doch einst dein schönes Wesen Und letze mich durch deine Gegenwart. Ich habe dich zur Liebsten auserlesen Was spielest du mit denen Knecht so hart?

Du weist ja wohl wie wir zuerst gestanden Wie mich dein Arm an deine Brust gedrückt. Du ließest mich an deinen Ufer landen Dein schöner Schooß hat Geist und Seel erquickt.

Wie bist du mir denn nun so grausam worden? Mein Kind du brichst die mir geschworne Treu! Ach dencke doch daß in den Liebes-Orden Nur Unbestand das gröste Laster sey.

So kehre dann nun wiederm zurücke Und ändere den allzu harten Sinn: Vergeht die Nacht durch heitre Sonnen Blicke So stirbt mein Leid durch deine Gnade hin.

Es schwinden gleich die Unglücks vollen Schatten So bald mich nur dein froher Morgen küst: Sonst wird der Tod sich mit der Seelen gatten Weil Ungelück doch stetes Sterben ist.

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